Der Bewertungsprozess setzt sich aus mehreren strukturierten Schritten zusammen, von der ersten Bestandsaufnahme über die systematische Rollenbewertung bis hin zu marktorientierten Gehaltsbändern.
Zu Beginn werden Ziele, Umfang und Vorgehen definiert. Parallel wird ein Bewertungskomitee aus HR, Geschäftsführung/Bereichsleitung und Arbeitnehmervertretung gebildet, wobei Frauen und Männer gleichermaßen vertreten sein sollten. Wichtig sind außerdem eine gemeinsame Schulung des Komitees und klare Entscheidungsregeln für den Bewertungsprozess.
Ankerstellen sind typische Rollen wie „Controller", „Senior Controller" oder „Controller-Experte". Sie bilden das interne Referenzsystem. Die darauffolgende Bewertung erfolgt anhand definierter Kriterien wie Fachwissen, Komplexität der Aufgaben, Verantwortung und Entscheidungskompetenz.
Nach der ersten Runde erfolgt ein Quervergleich der Bewertungen. Die Punktwerte werden zu Wertigkeitsgruppen (Grades) zusammengefasst:
Dieses Modell (E) stellt ein bewusst einfach gehaltenes Beispiel für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dar. In Abhängigkeit von Größe, Komplexität und Rollenvielfalt eines Unternehmens können selbstverständlich weitere Differenzierungen oder zusätzliche Grades gebildet werden, um die Wertigkeitsstruktur präziser abzubilden
Eine IST-Gehaltsanalyse auf Basis der definierten Grades bildet die tatsächlichen Vergütungsstrukturen und eventuelle Ungleichgewichte ab. Externe Benchmarks liefern eine wichtige Marktorientierung, ihre Aussagekraft ist jedoch aufgrund unterschiedlicher Rollenlogiken und Marktvolatilität begrenzt. Für die interne Konsistenz wird daher aus dem IST-Trend eine Zieltrendlinie abgeleitet, auf der die Midpoints der Pay Bands liegen. Die Bandbreiten ergeben sich typischerweise durch einen definierten Faktor – etwa ±20 % um den Midpoint.



Transparenz in der Stellenbewertung schafft klare, nachvollziehbare Kriterien für die Einordnung von Positionen, stärkt Fairness im Unternehmen und verbessert das Verständnis für interne Entscheidungen.
Vergleichbarkeit in der Stellenbewertung macht Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Positionen sichtbar, schafft eine einheitliche Bewertungsgrundlage und unterstützt Unternehmen bei fairen, konsistenten Entscheidungen.
Akzeptanz in der Stellenbewertung entsteht, wenn Kriterien klar, nachvollziehbar und einheitlich angewendet werden. Das stärkt Vertrauen, reduziert Diskussionen und erhöht die Zustimmung zu Bewertungen.
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